-- technischer Aufbau
Lange Zeit wurden ab dem 2. Weltkrieg Kachelöfen mit gusseisernem Heizeinsatz und metallischen Nachheizflächen gebaut; die Dehnungs-Probleme des Grundofens wurden zwar dadurch minimiert, aber man hatte stattdessen die ungesunde trockene Konvektionswärme.

Inzwischen besinnt man sich wieder auf die Vorteile der Strahlungswärme, zumal die Kachelofen-Technik in den letzten 20 Jahren revolutionäre Fortschritte gemacht hat. Hier sind z.B. folgende Entwicklungen zu erwähnen:

__ Bau von Hochtemperatur-Feuerräumen

__ schadstoffarme Verbrennung infolge elektronischer Abbrand-Steuerung

__ Kombination von Kachelöfen mit Wasser- Wärmetauschern; dadurch Möglichkeit der Beheizung eines ganzen Hauses

__ Entwicklung der Hypokauste, die moderne Alternative zum traditionellen Grundofen

__ Entwicklung neuer Verarbeitungs-Materialien ( z.B. optimierter Haftmörtel , hitzestabile Keramikklebstoffe etc. )

Wie erwähnt kommt es beim traditionellen Grundofen durch unterschiedliche Wärmeverteilung im Oberflächen-Bereich und Temperatur-Sprüngen in Aufheiz- und Abkühl-Phase zu starken Spannungen im Bereich der empfindlichen Aussen-Haut, dem Kachelmantel.

Hieraus resultieren Glasursprünge oder Kachelrisse, die man bei antiken Öfen, vorrangig bei sehr alter Kachelware häufig antrifft. Gerade diese Kachelöfen sollten nach kostenaufwändiger Restauration der Vorschäden nicht neuerlicher thermischer Belastung ausgesetzt werden. Für diese Öfen ist die sogenannte Hypokauste die geeignete,da schonende Alternative.


Aufbau einer Hypokauste

Aufbau einer Hypokauste

(für eine Vollansicht bitte auf das Bild klicken)